Dr. Arnulf Lindner zum 90. Geburtstag

Lieber Herr Dr. Lindner,

zu Ihrem 90. Geburtstag am 18. Januar 2011 möchte ich Ihnen im Namen des Freundeskreises der Salzmannschule - aber auch persönlich - ganz herzlich gratulieren. Wir wünschen Ihnen weitere Jahre in Gesundheit und Erfüllung.

Lassen Sie mich meine kurze Laudatio aus Sicht des Freundeskreises mit einem Zitat von Arthur Schopenhauer beginnen[1]: "Vom Standpunkt der Jugend aus gesehn, ist das Leben eine unendlich lange Zukunft; vom Standpunkte des Alters aus, eine sehr kurze Vergangenheit; … Man muß alt geworden seyn, also lange gelebt haben, um zu erkennen, wie kurz das Leben ist.…" Das mag vielleicht auch ihr subjektives Empfinden an diesem Tag sein, weil es noch so viel zu tun gäbe, wofür einfach die Zeit und die Kraft nicht mehr reichen. Objektiv ist aber durch Ihre unermüdliche Tätigkeit  über das Kuratorium der Alt-Schnepfenthäler zum Wohle der Salzmannschule Beträchtliches entstanden.

Ihr besonderes Verdienst liegt in der Wiedereinrichtung des Museums, dem Sie durch Ihre sehr erfolgreiche Verwaltung und Vermehrung der Gelder der Alt-Schnepfenthäler eine wichtige finanzielle Basis geben konnten. Besonders zu erwähnen ist auch Ihr Engagement, durch das wichtige Exponate zusammengetragen werden konnten, die die Ausstellung dauerhaft bereichern. Großzügig wurden durch Sie auch andere Projekte des Freundeskreises der Salzmannschule Schnepfenthal unterstützt, wie beispielsweise die Förderung von Schülern aus einkommensschwachen Familien. Durch Ihr Wirken waren Sie eine besonders zuverlässige Stütze im Alumni-Netzwerk der Salzmannschule.

Als Vorsitzender des Kuratoriums der Alt-Schnepfenthäler haben Sie sich für den Erhalt und die Gestaltung historisch bedeutender kultureller Denkmäler und dem ehrenden Angedenken von großen Persönlichkeiten, die an der Salzmannschule gewirkt haben oder aus ihr hervorgegangen sind, eingesetzt. Sie gehören zu einer Generation, die uns Jüngeren aus eigener Erfahrung noch etwas über das Damals sagen kann, das mit dem Zusammenbruch so schrecklich endete. Ihre Generation hat im Krieg viele Mitschüler verloren und Sie haben sich zusammen mit Karl Walter Pfestorf für eine würdevolle Restauration und Präsentation des Erinnerungspavillons eingesetzt, der nunmehr zur augenscheinlichen Mitte zwischen klassischem und neuem Schulareal geworden ist, wie sie es in einem Brief an mich selbst formuliert haben.

Lieber Herr Dr. Lindner, es ist mir ein besonderes Anliegen, Ihnen an diesem Tage für alles das für Schnepfenthal geleistete ganz herzlich zu danken. Ich kann Sie versichern, dass Ihr verdienstvolles Wirken, das Sie nie lautstark in den Vordergrund rückten, Spuren in Schnepfenthal hinterlassen haben, die unvergessen sind und für uns Vorbild und Ansporn bleiben werden.

Mit herzlichen Grüßen

gez. Hartmut Backe


[1] Arthur Schopenhauer (* 22. Februar 1788 in Danzig; † 21. September 1860 in Frankfurt am Main) "Aphorismen zur Lebensweisheit", Reclam S. 238.

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