W. Pfauch, I. Pfauch geb. Ausfeld. Garamond Verlag Jena, 353 Seiten, 39,90 Euro. ISBN 978-3-944830-23-0.

 Die Biographie Dr. Friedrich Ausfelds erzählt und bedenkt die letzten zwei Jahrzehnte der berühmten Erziehungsanstalt Schnepfenthal, die 1784 von Christian Gotthilf Salzmann gegründet und 150 Jahre in dessen Familie und Tradition geführt wurde. Friedrich Ausfeld war der letzte Direktor von Schnepfenthal und lenkte die Geschicke der Erziehungsanstalt in der schweren Zeit von 1914 bis 1934. Als Biographie einer profilierten Persönlichkeit in der Tradition des Ururgroßvaters wird in authentischer Eindrücklichkeit das Leben und Überleben der Salzmann‘schen Privatschule in den Jahren des Ersten Weltkrieges, der Inflation und der beginnenden nationalsozialistischen Herrschaft geschildert. Zum geradezu dramatischen Höhe- und Wendepunkt in Ausfelds Kampf um den Erhalt seiner Schule wird die 150-Jahrfeier 1934, bei der sich in der Person Friedrich Ausfelds die erschütternde Auseinandersetzung zwischen bewährter Tradition und politischer Agitation zeigt. Noch im Jubiläumsjahr stirbt Dr. Friedrich Ausfeld und geht eine in ihrer ununterbrochenen Kontinuität beispiellose Familiengeschichte im pädagogischen Dienst an der Schnepfenthaler Erziehungsanstalt zu Ende. Die eindrucksvolle Biographie wird bereichert durch zahlreiche Abbildungen, Quellen, Briefe und Tagebuchaufzeichnungen aus dem Ausfeld‘schen Familienarchiv, Material, das für die einschlägige Forschung bisher größtenteils nicht zugänglich war. Sicher ein Gewinn und auf‘s Ganze gesehen ganz gewiss die lesenswerte Würdigung eines verdienten Mannes.
Rainer Lachmann

 

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